Notfalltarifvertrag Corona erneut verlängert

Einigung von MDR und Gewerkschaften – Laufzeit bis 31. Dezember 2022

Die im Mitteldeutschen Rundfunk organisierten Gewerkschaften haben sich mit dem MDR auf eine erneute Verlängerung des „Notfalltarifvertrags Corona“ verständigt. Dieser gilt damit ab 1. Januar 2022 für ein weiteres Jahr. Ziel dieses Tarifvertrages ist es, Ausfälle von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu kompensieren, zu denen es aufgrund von Erkrankungen, Verdachtsfällen, Quarantänemaßnahmen oder auch durch Einschränkungen, die durch Corona-Schutzverordnungen entstehen, zu personellen Engpässen kommt.

In den Verhandlungen war es den Gewerkschaften wichtig, einen Interessensausgleich dafür zu schaffen, dass Freie mit dem Notfall-Tarifvertrag gegebenenfalls kurzzeitig den 12a-Status erreichen, diesen anschließend in „normalen“ Jahren aber wieder verlieren. Vereinbart wurde daher eine Einmalzahlung für diejenigen, die zwei Kalenderjahre in Folge nach dem Notfall-Tarifvertrag beauftragt werden. Diese Einmalzahlung beträgt 5 Prozent der im letzten Jahr der Anwendung erzielten Honorare, mindestens aber 1.200 Euro. Darüber hinaus wurde der Auszahlungszeitpunkt der Urlaubsvergütung in das Folgejahr verschoben, um die kalte Progression zu umgehen oder zumindest abzumildern.

Nach wie vor entscheidet der MDR-Corona-Stab, ob der Tarifvertrag zur Anwendung kommt. In diesem Stab sitzen auch Vertreterinnen und Vertreter des Gesamtpersonalrats und des Gesamtfreienrates. Der Notfalltarifvertrag gilt nun bis zum 31. Dezember 2022. Alle darin enthaltenen Fristen wurden ebenfalls entsprechend verlängert.