Künftig: „Ein Werk ist ein Werk“

VG Bild-Kunst informiert Berufsgruppen I und II: 2021er Meldungen ausgesetzt

Die VG Bild-Kunst hat darüber informiert, die Meldemöglichkeiten für Mitglieder der Berufsgruppen I und II für das Jahr 2021 bis Anfang Dezember 2021 auszusetzen, „weil die Mitgliederversammlung voraussichtlich über eine Reform der Kollektivverteilung für diese Berufsgruppen entscheiden wird“. Meldungen für das Jahr 2021 sollen dann wieder bis 30. Juni 2022 möglich sein.

In den Gremien der Bild-Kunst werde seit anderthalb Jahren über eine Reform der Kollektivverteilung für die Berufsgruppen I und II beraten, schreibt die VG. Ziel sei es, das System „wesentlich zu vereinfachen“. Dies soll durch die Zusammenlegung der Ausschüttungen für die BG I und die BG II erreicht werden. „Alle Mitglieder der BG I hätten dann den gleichen Zugang zu allen Meldeformaten und es käme nicht mehr darauf an, welches Bildwerk gemeldet wird (Kunstwerk, Fotografie, Illustration etc.). Das neue Prinzip würde heißen: ein Werk ist ein Werk.“

Die Mitglieder sollen die Reform in den Berufsgruppenversammlungen am 2. September in Bonn diskutieren und dann der Mitgliederversammlung vorlegen, die abschließend am 4. Dezember über das Paket entscheiden soll. Die Reform soll dann bereits für das Nutzungsjahr 2021 Anwendung finden.

Weil die Reform auf Vereinfachung zielt, sollen die bisherigen Meldemöglichkeiten erhalten bleiben – Buch / Honorar / Einzelbild / Werkpräsentation. Nur die Meldemöglichkeit für die eigene Webpräsenz würde entfallen. Entsprechende Werke könnten als Einzelbild gemeldet werden. Mitglieder der BG I erhielten mit der Reform zusätzlich Zugang zu den Meldemöglichkeiten Buch, Honorar und Einzelbild, Mitglieder der BG II zusätzlich zu der Meldung Werkpräsentationen (bislang: Kunstpräsentationen).

„Weil in den einzelnen Meldeformaten trotz des Ziels der Vereinfachung kleine Änderungen unumgänglich sind, setzen wir die Meldemöglichkeit nach dem derzeitigen System für das Jahr 2021 nunmehr aus“ schreibt die VG und bittet „um Geduld bis zur Entscheidung der Mitgliederversammlung“. Mitglieder sollten davon absehen, Meldungen für 2021 mittels E-Mail oder per Post zu übersenden. Ansonsten bestünde die Gefahr, dass Meldungen unter dem neuen System wiederholt abgegeben werden müssten. Nach Entscheidung der Mitgliederversammlung Anfang Dezember sollen die Formulare in ihrer dann gültigen Form freigeschalten werden.